Mit OruxMaps ganz Deutschland in der Tasche

Es ist schon der Wahnsinn, was die Opensource-Gemeinde möglich macht. Mittels der kostenlosen Android-App OruxMaps und den ebenfalls kostenlos herunterladbaren Vektorkarten von mapsforge besteht die Möglichkeit, ganz Deutschland topaktuell in hoher Auflösung jederzeit auf einem Android-Device mit sich zu führen. Die mapsforge-Karten basieren dabei auf dem Datenbestand von OpenStreetMap und sind im Normalfall sowohl detailreicher als auch aktueller als vergleichbare kommerzielle Kartenangebote.

OruxMaps kann ab Version 4.8.25 automatisch Vektorkarten im mapsforge-Format lesen. Nach der Installation von OruxMaps über den PlayStore wartet OruxMaps darauf, mit Kartendaten bepackt zu werden. Hierzu können von der mapsforge-Download-Seite beliebig viele maps-Dateien heruntergeladen werden. Für Deutschland bietet sich z.B. die Datei germany.map an (ca. 750 MB), die im Verzeichnis /maps/europe zu finden ist.

Auf der Speicherkarte des Android-Device ist im Ordner oruxmaps/mapfiles/ ein neuer Ordner mapsforge zu erstellen, in den dann einfach die heruntergeladene Datei kopiert wird.

Nach einem Neustart von OruxMaps findet man die Karte unter dem Menüpunkt Offline-Karten im Ordner mapsforge. 20 Zoomstufen stehen zur Verfügung. Der Screenshot unten zeigt dabei in der dritthöchsten Zoomstufe das Umfeld des Bahnhofs in Gütersloh.

Christophorus – Schutzpatron der Reisenden

Christophorus, der „Schutzpatron der Reisenden“ ist eine neue online durchgeführte Kampagne, die für mehr Rücksicht im Straßenverkehr wirbt. Projektpartner sind unter anderem der ADAC und ADFC. Nunja, die Spots kommen ein bisschen altbacken her und es ist fraglich, ob sie ihre Zielgruppe erreichen, aber ein Anfang ist gemacht.

Anders als bisherige Kampagnen soll hier nicht mit erhobenen Zeigefinger gedroht werden. Auch wird bei der Kamapgne nicht, wie das zum Beispiel unser Bundesverkehrsminister Peter „Kampfradler“ Ramsauer gut kann, nicht einseitig einer Gruppe von Verkehrsteilnehmern die Schuld in die Schuhe geschoben. Unter dem Motto „Rücksicht kostet keinen Cent“ werden über Youtube und Facebook Videos verbreitet, die für ein Miteinander und gegen Egoismus plädieren.

Die erste Folge geht Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern an und warnt vor dem Radfahren auf Gehwegen.

Kirchturmpolitik oder die Ansiedelung eines Möbelhändlers

In Gütersloh gibt es eine Industriebrache. Und eine massive Angebotslücke im Einzelhandel. Dies sorgt nun für einigen Wirbel in der Stadt und im Umland.

Wenn man wissen möchte, worum es geht, muss man ein paar Jahre zurückgehen. Alles dreht sich um ein etwa 80.000 m² großes Gelände zwischen Holzstraße und der Bahnstrecke Köln-Minden. Hier hatten einst der Traditionsbetrieb Wirus und dann der Nachfolger Pfleiderer über Jahrzehnte Türen und Spanplatten hergestellt. 2004 hat Pfleiderer die Produktion im Stammwerk eingestellt und in die Werke II und III verlagert. Eine der größten Industriebrachen in Gütersloh entstand. Nach einer Veräußerung des Geländes rollten Ende 2008 die Bagger an und machten das Werk dem Erdboden gleich.

Was tun mit dem Gelände? Es sollte zwei weitere Jahre dauern, in denen über eine Nachnutzung des innenstadtnahen Geländes mit guter Verkehrsanbindung nachgedacht wurde. Interessierte Investoren, wie z.B. die Daimler AG, die einst ein großzügiges Autohaus auf dem Gelände plante, sprangen in der Wirtschaftskrise kurzfristig ab. Eine reine Wohnbebauung wurde auch nicht angestrebt, da sich das Gelände direkt an einer stark befahrenen Bahntrasse mit entsprechenden Lärmemissionen befindet.

Irgendwann 2010 wurde dann plötzlich die Ansiedelung einer Filiale der Porta-Gruppe und eines Gartencenters aus dem Hut gezaubert. Mehr als 300 Arbeitsplätze sollen insgesamt entstehen, mehr als 60 Millionen Euro werden in der Dalkestadt investiert. „Kirchturmpolitik oder die Ansiedelung eines Möbelhändlers“ weiterlesen

Google Docs versteht nur noch Chinesisch

Mehreren Personen Zugriff auf ein Tabellendokument geben – dank Google Docs kein Problem! So dachte ich und habe heute erstmals das browserbasierte Office von Google ausprobiert. Der erste Eindruck war auch überzeugend. Der Upload eines vorhandenen Excel-Dokuments und das Editieren desselben funktioniert problemlos.

Blöd nur, wenn plötzlich alle Buttons und Links auf Chinesisch angezeigt werden. Das passiert mir immer dann, wenn ich auf das einmal abgelegte Dokument als angemeldeter Benutzer wieder zugreifen möchte. Offensichtlich scheine ich nach dem Login als Chinese erkannt zu werden. Beim Wechsel auf andere Google-Dienste ist wieder alles normal auf Deutsch oder Englisch verfügbar. Zurück zu Google Docs wieder alles auf Chinesisch Japanisch.

Ich habe dann herausgefunden, dass man über https://docs.google.com/settings seine Spracheinstellungen pflegen kann. Hier im ersten Dropdown „Deutsch“ aus der Liste ausgewählt, und die chinesische Oberfläche weicht der englischen Oberfläche. Aber nur bis zum nächsten Login. Google, bitte nacharbeiten!

 

Nexus S ohne Super-AMOLED in Deutschland

Es hatte sich aufgrund einer Ankündigung von Google für Italien schon angekündigt. In vielen europäischen Märkten wird es das neue von Samsung produzierte Android-Handy Nexus S nur mit Super Clear LCD-Technologie geben. Damit müssen Kaufinteressenten in vielen europäischen Ländern auf die noch brilliantere Super AMOLED-Technologie verzichten, mit der das Smartphone bereits seit Dezember 2010 auf dem US-Market zu bekommen ist. Dies ist einer Vorstellung des Handys auf einer deutschen Google-Seite zu entnehmen.

Das Nexus S ist laut Google ab Ende Februar im Handel erhältich. Bei ersten Online-Shops wird es bereits gelistet, u.a. bei Amazon.de. Hier besteht die Möglichkeit, das Nexus S für knapp 500 Euro zu reservieren. Technisch weist das Nexus S viele Gemeinsamkeiten zum ebenfalls von Samsung produzierten Galaxy S auf.

Das erste von Google herausgegebene Handy, das von HTC produzierte Nexus One, hatte eher bescheidene Verkaufserfolge. Auch diesmal erscheint der Zeitpunkt für Google ungünstig. Bereits diesen Sonntag stellt Samsung in Barcelona anlässlich der Messe MWC den Nachfolger des Samsung Galaxy S vor. Der koreanische Hersteller hat bereits eine Website mit einem Countdown geschaltet.

Google-Kameraautos ab März wieder in Deutschland unterwegs

Google hat am Freitag in einem Blogposting bekannt gegeben, dass die Kameraautos, die auch für StreetView genutzt werden, ab Ende März 2011 wieder in Deutschland unterwegs sein werden. Die aufgenommenen Daten sollen dabei allerdings nicht für StreetView, sondern für Verbesserungen in Google-Maps genutzt werden. Unter anderem sollen die erhobenen Daten für 3D-Darstellungen von Gebäuden genutzt werden. Über Google Docs ist ein Fahrplan zu sehen, dem zu entnehmen ist, welche Landkreise und Städte von den Kamerafahrzeugen bis Ende Mai befahren werden.

Nach Google-Angaben waren Kamerafahrzeuge seit 2008 bereits in allen Landkreisen Deutschlands unterwegs. Damit dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis weitere Städte und Kreise in Street View erscheinen. Derzeit sind die zwanzig größten Städte Deutschlands sowie die Ortschaft Oberstaufen im Allgäu in Street View abrufbar.

Niedergang der Zeitung

Öfter mal ins Stutzen kommt man beim Lesen von Zeitungsartikeln. Umso mehr, je besser man sich mit einer Materie auskennt. Viele Artikel strotzen nur von sachlichen Fehlern oder unpräzisen Darstellungen. Da kommt man dann doch unwillkürlich ins Grübeln, ob es denn bei Themen, bei denen man sich nicht wirklich gut auskennt, nicht ebenso oft falsche Darstellungen gibt.

Das Problem, vor dem die Zeitungen stehen: Die Seiten müssen gefüllt werden, und das rechtzeitig zum Redaktionsschluss. Dass das nicht immer klappt, sieht man an manchen Berichten zu Fußballspielen, die schon vor Abpfiff des Spiels geschrieben wurden und bei denen dann doch noch dummerweise kurz vor Schluss ein spielentscheidenes Tor fällt.

Ein besonders extremes Beispiel lieferte die in Wien erscheinende Tageszeitung Österreich. Der Andruck einiger Ausgaben der Zeitung erfolgt offensichtlich bereits um 16:30. Trotzdem fand bei der Ausgabe vom vergangenen Sonntag bereits ein Bericht über die erst knapp 4 Stunden später startende Wetten, dass?-Ausgabe Einzug auf die Titelzeile, wie u.a. die Süddeutsche Zeitung berichtet. Die Sendung wurde dabei keinesfalls nur angekündigt, sondern im Detail besprochen – so wie sich der Verfasser offensichtlich den Abend in seiner Phantasie vorgestellt hat. So habe Robbie Williams die Sendung angeblich aus dem Koma geholt oder Christoph Waltz gemeinsam mit Cameron Diaz auf der Couch Platz genommen.

Blöd nur, dass weder Robbie Williams, noch Christoph Waltz oder Cameron Diaz einen Auftitt an jenem Samstag abend in Wetten, dass? hatten. „Niedergang der Zeitung“ weiterlesen

Nach Google nun auch Microsoft mit Straßenansichten

Die Aufregung um Google Street View hat sich noch nicht gelegt, da bereitet nun auch Microsoft den Start seines Straßenansichtsdienstes StreetSide in Deutschland vor. Dies hat ein Mircrosoft-Pressesprecher Heise Online mitgeteilt. In den USA und Kanada ist StreetSide bereits aktiv, in Deutschland soll der Dienst 2011 starten.

Wie Google fährt auch Microsoft öffentliche Straßen mit einer auf einem Auto aufgebauten Kamera mit 360°-Objektiv ab. Gesichter und KFZ-Kennzeichen sollen durch eine Software automatisch verfremdet werden.

Am meisten Widerstand hat Google für Street View von Hausbesitzern bekommen, die ihr Haus nicht im Internet abgebildet haben wollen. Fast 250.000 Anträge auf Unkenntlichmachung gingen allein in Deutschland ein. Auch Microsoft ermöglicht eine Verpixelung von Häusern, allerdings derzeit nur für bereits in StreetSide verfügbare Straßenzüge.

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Gegner der Google-Verpixelung haben unterdessen begonnen, verpixelte Häuser zu fotografieren und diese über den Google-Bilderdienst Panoramio mit Eingabe der geographischen Koordinaten ins Internet einzustellen. Dadurch werden diese Bilder automatisch in Google Maps übernommen, so dass Street View diese als Foto darstellt.

Erst StreetView, dann Paoramio, ab nächstem Jahr SteetSide: Immobilieneigentümer haben also viel zu tun, wenn sie dauerhaft nicht im Internet zu sehen sein möchten. Um eine gesetzliche Regelung zu umgehen, schlägt der IT-Verband Bitkom daher auch eine zentrale Widerspruchsplattform vor.

Wie die Navigation in StreetSide funktioniert, zeigt Microsoft in einem Video:

Street View-Unschärfen

Die Aufregung um Google Street View geht in eine neue Runde, nachdem Google den Dienst am vergangenen Donnerstag auch in Deutschland offiziell gestartet hat. Wie die Deutschen nun mal sind, gibt es nun neben dem Ärger mit Hauseigentümern, die ihr Anwesen nicht in Street View zeigen möchten ebenso Ärger mit den Hauseigentümern, deren Anwesen ungewollt verpixelt wurde.

Interessant ist auch, was Google so alles unkenntlich macht. So glaubt Google offensichtlich auch nicht mehr daran, dass der Weiterbau der A33 im Bereich Ostwestfalen nach mehr als 30 Jahren Planungsphase fortschreitet. Eine entsprechende Ankündigung des Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen hat Google verpixelt und beim Standardsatz „Wir bauen für Sie“ das „bauen für Sie“ herausgelöscht.

Dies passt mit der jüngsten Pressemeldung zusammen, dass sich leider die Fertigstellung des ersten Ausbauteilstücks um ein weiteres Jahr aufgrund der beiden strengen vorangegangenen Winter verzögere. Alternativvorschlag: „Wir planen schon 30 Jahre für Sie, nun könnte es mal irgendwann was werden“.

Freundschaftsanfrage aus der Brauerei

Man ist ja einiges von den mehr oder minder kreativen Marketing-Teams aus Unternehmen gewohnt. Aber dass aktiv ein Unternehmen via Facebook eine Freundschafsanzeige schickt, ist mir noch nicht untergekommen. Eine müsterländische Brauerei machte heute den Anfang.

Interessant dabei: Bis auf eine Radsportveranstaltung vor mindestens fünf Jahren, bei der diese Brauerei Mitveranstalter war, habe ich überhaupt keine Beziehungen zu der Brauerei. Interessant, dass jetzt offensichtlich solche alten Daten wieder ausgegraben werden. Und die heutige Erfahrung wird mich im Umgang mit meiner E-Mail-Adresse noch ein bisschen vorsichtiger werden lassen.